Island – Ein Land zwischen Eis und Feuer, wie sich sehr bald zeigen wird

Reisezeit: März 2024

Fakten:

Fläche: 103.125 qkm, im Vergleich dazu Deutschland: 357.588 qkm
Hauptstadt: Reykjavik
Einwohnerzahl: 396.960 (3. Quartal 2023) entspricht 4 Einwohner pro qkm
Flugdauer: 3 h 40 Min.
Währung: Isländische Krone (ISK) rund 1:150 zum Euro
EU-Mitglied: nein
NATO-Gründungsmitglied:      ja
Telefonvorwahl: +354

 

Intro:

Die arktischen Inseln, egal ob Spitzbergen, die Lofoten oder eben Island, sie ziehen die Menschen in ihren Bann. Warum ist dies so? Die Natur ist karg, kaum, dass es Bäume gibt. Kälte bestimmt das Leben, Dunkelheit herrscht an vielen Tagen des nordischen Winters. Die Gegend ist in Europa am dünnsten besiedelt.

Aber:

Die Erklärung liegt wohl genau in diesen Fakten. Hinzu kommen diese fantastischen Wetterphänomene, allen voran die Polarlichter. Aktuell befinden wir uns im achten Jahr der Zunahme der zyklischen 11-Jahre-Aktivität der Sonne, also einer Zunahme des Auswurfes an Materie, welches den Beobachter so glücklich macht, wenn er dieses Schauspiel in natura erleben und fotografisch festhalten kann.

Wir Menschen bergen irgendwie immer die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren in uns. Das, was wir in unserer geliebten Heimat im Überfluss besitzen (und manchmal nicht zu schätzen wissen oder ihn leid haben, führt unsere Reiseplanungen immer wieder in die entlegensten Orte, oft am scheinbaren Ende dieser Erde. Hinweis: Die Erde ist eine Kugel, es gibt also „kein Ende der Welt“.

Also nehmen wir Geld, Neugier und Strapazen auf uns, um genau dies zu tun: Reisen und Entdecken! Island ist dafür genau der richtige Ort.

Ich bin überzeugt, dass die nun folgenden Aufnahmen dies unter Beweis stellen werden. Daher gibt es keine lange Vorrede.
Schaut es Euch an und habt Freude,

Euer Mayk!

 

0 – Startkarten

Startbild 1 – Blick aus dem Weltall - Interessant ist die Tatsache, dass es nur noch ein Katzensprung bis nach Grönland ist. Spitzbergen ist ebenfalls nicht weit weg.
Startbild 2 – Unsere Reiseroute

I – Bilderteil

Anreise nach Reykjavik am 08.03.2024

Bild 1 - Unser Reiseweg im Cockpitsitz
Bild 2 – Blick aus dem Flugzeug auf eine wunderschöne Wolkendecke
Bild 3 – Hier zeigen sich erste Gebirgsausläufer der Ostküste.

Aufenthalt in Reykjavik am 09.03.2024

Bild 4 – Hallgrimskirche – sakrale Bauten im hohen Norden sind architektonisch immer irgendwie etwas Besonderes, man denke an "Tromsö und seine Eismeerkathedrale", siehe meinen Reisebericht aus 2017/2018
Bild 5 – Orgel im Inneren, sehr martialisch konstruiert
Bild 6 – Harpa – sie dürfte ähnliche Sorgen bereitet haben wie Hamburgs Elbphilharmonie
Bild 7 – Schwarzer Architekturbeton bestimmt das Innenrauminterieur
Bild 8 – Am Hafen ist es sehr idyllisch.
Bild 9 – Kunst ist an vielen Stellen zu finden.

Fahrt nach Gullfoss am 10.03.2024

Bild 10 – Dies ist die Straße, welche nach Grindavik führte. Seit den jüngsten Vulkanausbrüchen ist die Stadt quasi von der Umwelt abgeschnitten. Nur wenigen ist die Anfahrt auf Umwegen gestattet. Bis dato sahen wir hier die jüngste Lava Europas. Wie Wasser muss sie hierher geflossen sein. (Foss bedeutet Wasserfall)
Bild 11 – Die Blaue Lagune ist ein sehr beliebtes Touristenziel in dieser Region. Baden in einer Geothermalquelle zieht Besucherströme aus aller Welt an. Dass ausgerechnet hier am Ende unserer Reise überraschend große Hektik ausbrechen wird, war zu dieser Stunde nicht unbedingt zu erahnen.
Bild 12 – In der Lagune bilden sich rosenblütenartige Kristallstrukturen.
Bild 13 – Reist man weiter, kommt der Fahrende am Schwarzen Strand vorbei. Das Wechselspiel von Ebbe und Flut zeichnet einmalige Bilder in den Strandsand, einem Gemälde gleich.
Bild 14 – Auf Kirchenbauten wie diese, die einem Baukasten entsprungen zu sein, trifft der Islandbesucher an vielen Orten.
Bild 15 – Wasserfälle und wilde Flussläufe prägen das Landschaftsbild Islands.
Bild 16 – In dieser Reisezeit erscheint allerdings Island sehr oft als karge Insel, die nicht viel zu bieten scheint, was natürlich nur ein falscher Eindruck ist.
Bild 17 – Am Abend dieses Tages begann die Polarlichtshow. Heute noch etwas zaghaft, was sich bald ändern wird.

Weiterfahrt nach Grundarfjödur am 11.03.2024

Bild 18 – Ausbrechende Geysire sind eine gewaltige Touristenattraktion.
Bild 19 – Die Inselbewohner nutzen die Geothermalquellen für private Zwecke.
Bild 20 – Hier steht der Reisende auf zwei Erdplatten, die genüsslich auseinanderdriften. Dieser Bruch oder diese Spalte zieht sich durch den gesamten Atlantischen Ozean. Vielleicht wird dadurch Island in ein paar Millionen Jahren größer als Amerika. Ob denen das gefallen wird?
Bild 21 – Blick von einer Anhöhe

Aufenthalt um Grundarfjödur am 12.03.2024

Bild 22 – Grundarfjödur am Morgen
Bild 23 – Der Hausberg Kirkjufell, …
Bild 24 - … der durch seine kleinen Wasserfälle dennoch viele Neugierige anlockt.
Bild 25 – In unmittelbarer Nähe können sich Wagemutige 45 Meter tief in eine Lavahöhle hinabwagen.
Bild 26 – Ein Besuch dort ist nicht unbedingt etwas für von Klaustrophobie geplagte Menschen.

2. Aufenthaltstag um Grundarfjödur am 13.03.2024 – Arnastapi und Olafsvik

Bild 27 – Ein Kultberg auf dieser Halbinsel – der Snafellsjökull. Jökull bedeutet „Gletscher“
Bild 28 – In der Bildmitte öffnet sich eine kleine Felsspalte. Dort hinein zu gelangen, bedeutet schon das Zurücklegen einiger Höhenmeter bei eisigem Wind zu dieser Jahreszeit.
Bild 29 – Das Innere der Spalte entschädigt für die kleine Kraftanstrengung.
Bild 30 – Ganz in der Nähe zeigt sich ein imposanter Leuchtturm.
Bild 31 – Lavaskulpturen
Bild 32 - Raue Riffe lassen Wellen brechen.
Bild 33 – Es geht auch ein wenig karibisch zu – hin und wieder.
Bild 34 – Da fühlen sich auch Seehunde äußerst wohl.
Bild 35 – typische Landschaftsaufnahme

Trip nach Hvammstangi am 14.03.2024

Bild 36 – Auf dem Weg in den Norden durchstreiften wir ein Lavafeld. Wahnsinn, was die Natur für kleine Wunder der Geometrie hervorbringen kann.
Bild 37 – Moose überziehen die Lavamassen.
Bild 38 – Häuser über dem Hafen von Stykkisholmur
Bild 39 – Kirchenarchitektur scheint eine wirklich große Rolle im Leben der überwiegend evangelischen Bevölkerung einzunehmen, wie dieses Bild eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Bild 40 – Ein Denkmal für den Entdecker Grönlands (um 900 n. Chr.) an seiner Heimstätte, …
Bild 41 - … der in einer solchen Hütte gelebt hat. (Nachbau als Museum)
Bild 42 – Die Anreise nach Hvammstangi ließ erahnen, dass es bald noch sehr, sehr kalt wird. Der ständig stark wehende Wind wird diesen Eindruck noch verstärken.
Bild 43 – Diese Idylle wird dem Winter sehr bald weichen. Blick auf die Stadt Hvammstangi
Bild 44 – Noch einmal öffnete sich der Himmel für alle Polarlichtsüchtigen. Es hieß, raus aus der Lichtverschmutzung ab auf eine in der Nähe befindliche Anhöhe. Die Party kann beginnen, sobald die Ausrüstung in Stellung gebracht wurde. Tipp: ISO 2000, Blende 2,8/ 3,5 und max. 30 sec. Belichtungszeit.
Bild 45 – Nordlicht, horizontal
Bild 46 – so auch hier
Bild 47 – oder etwas vertikaler, die Vielfalt kennt keine Grenzen
Bild 48 – Violett mischt sich ins Bild
Bild 49 – Vertikale Strukturen zeigen sich
Bild 50 – Die Farben werden kräftiger, je länger man wartet und dabei ungenüsslich vor sich hin friert.
Bild 51 – Wellenartige Polarlichter sind etwas sehr Besonderes!
Bild 52 – Wenn sich der Mond dazu mogelt, wird es noch cooler! Und kälter!
Bild 53 – Herrlich, wenn sich so ein Streifen über die Enthusiasten hinwegbewegt.

Aufenthalt um Hvammstangi am 15.03.2024

Bild 54 – Seehundbeobachtung 1
Bild 55 – Seehundbeobachtung 2
Bild 56 – Eiderente
Bild 57 – Die Kälte hat weiter zugeschlagen.

Rückreise nach Keflavik am 16.03.2024

Bild 58 – 15 cm Schnee fielen über Nacht. Alle von uns dachten an Weihnachten.
Bild 59 – Besuch auf den längst erloschenen Vulkanen bei Grabrokargigum
Bild 60 – In Richtung Süden wird es freundlicher. Von der eisigen Luft hatten wir auch genug.
Bild 61 – Da hilft schon mal der Besuch einer der heißten Quellen Islands. Sie versorgt eine Wellnessoase und eine Kleinstadt.
Bild 62 – Farbige Moose bilden sich dort.
Bild 63 – Ein fotografischer Volltreffer ist für mich dieses Bild. Klare Strukturen und tolle Farben, Glück gehabt.
Bild 64 – Der Wasserfall von Barnafoss
Bild 65 – So wunderbar blau sprudelt das Wasser!

Abflug nach Hause am 17.03.2024 - … Vulkanausbruch!

Die nun folgende Geschichte ist eigentlich kaum zu glauben bzw. zu fassen. Schon bei unserer Ankunft in Keflavik vernahm ich einen seltsamen Schwefelgeruch in der Luft. Ich kratzte mich hinter dem rechten Ohr und dachte an meinen Geographieunterricht der Schulzeit. Wenn schwefelartig riechende Gase austreten, ist dies an und für sich ein Zeichen vulkanischer Aktivität, die bevorsteht.

Schnell war diese Wahrnehmung aber auch wieder verdrängt, zu viele Dinge lagen ja vor uns. Allerdings alberten wir bis zum letzten Tag darüber rum, dass ja alle Häkchen auf unserer to-do-Liste gesetzt sind – Bis auf eines! Lava fehlte uns noch.

Da am Sonntag, den 17.03.2024, frühzeitig unsere Rückflüge starten sollten, gingen wir bei Zeiten am Samstagabend ins Bett. Aufstehzeit morgens 04:15 Uhr. Im Frühstücksraum saß bereits unser Reiseleiter Uwe Maaß, dem an dieser Stelle unser aller ausdrücklicher Dank für seine liebevolle Umsorgung seiner Klienten gebührt, und sein Begleiter.

Etwas entgeistert um diese frühe Stunde wurden wir mit dem soeben erfolgten Vulkanausbruch konfrontiert. Uwe zeigte uns eine Webcam-Aufnahme (Sein Gesicht hättet Ihr sehen müssen – etwas konsterniert wirkend) und damit war klar: Kaffee trinken, Sachen ins Auto schmeißen und ab auf die nächst gelegene Anhöhe, um wenigstens einen Blick werfen zu können.

Der Himmel tiefrot eingefärbt! Was für ein Anblick für uns, aber wie schlimm muss die Situation für die Betroffenen und Anwohner sein. Waren wir nicht selbst erst Gäste der Blauen Lagune, die mit einer Vorwarnzeit von nur 40 Minuten evakuiert werden musste?!

Was soll man weiter sagen, wir waren live dabei, und wir werden es nicht vergessen.

Bild 66 – Handycam 1
Bild 67 – Handycam 2
Bild 68 – Wenig später saßen wir im Flieger auf dem Weg nach Hause.

Fazit: Wir haben nichts ausgelassen! Tolle Reise!

II – Videos

Video 1 – So brodelt die Natur vor sich hin.
Video 2 – Der Gullfoss-Wasserfall
Video 3 – Ausbrechender Geysir
Video 4 – Die heißteste Quelle Islands kurz vor Borgames
Video 5 – so auch hier
Video 6 – Der Barnafoss -Wasserfall
Video 7 – Nicht weit von uns entfernt brach der Vulkan aus.

III – Panoramen

Panorama 1 – Rifflandschaft
Panorama 2 - Dramatik am frühen Morgen in den Bergen
Panorama 3 – Die Stadt Stykkisholmur ruhte um diese Uhrzeit gemütlich vor sich hin.
Panorama 4 – Ich liebe diese Lichtstimmungen, die sich im hohen Norden dem Hobbyfotografen zeigen und die wir von unserer Reise nach Spitzbergen, siehe meinen Reisebericht aus 2016, noch immer Erinnerung behalten haben.
Panorama 5 – Der Barnafoss -Wasserfall

IV – Schlussbilder

Schlussbild 1 – Vielen lieben Dank an unsere Reisebegleiter: Uwe, Michael, Ingrid und Wolfram, Manuela und Jutta. Schön, dass wir Euch kennenlernen durften!
Schlussbild 2 – Am Ende winkt Euch allen ein Seehund zu!

V - Eine kleine, aber sehr schöne Nachlieferung

Während ich diesen Reisebericht verfasste, trafen Fotos unseres Reiseveranstalters und Begleiters Uwe Maaß ein. Er ist ein Fotogenie, bestens ausgestattet und sehr erfahren. Von seinen Tipps kann der Anfänger viel lernen. Auf unsere Bitte hin stellte er unmittelbar nach Rückkehr den Reiseteilnehmern eine Auswahl seiner Aufnahmen, darunter auch einige herrliche Drohnenbilder zur Verfügung.

Ihr werdet Augen machen, versprochen! Uwe, vielen lieben Dank!

Das Urheberrecht für die nun folgenden Aufnahmen liegt ausschließlich bei Uwe Maaß!

Bild 69 – Basaltfelsen aus der Luft
Bild 70 – Karibisches Flair
Bild 71 – Erloschene Vulkane
Bild 72 – Der große Blubb vor Ausbruch des Geysirs
Bild 73 – Gewaltiges Polarlicht über dem Kirkjufell bei Grundarfjödur
Bild 74 – Ebenso imposantes Nordlicht über Hvammstangi
Bild 75 – Barnafoss -Wasserfall
Bild 76 – Der Vulkanausbruch

Ich hoffe, Ihr hattet allesamt viel Spaß mit den Inhalten dieses Reiseberichts, der mir bei seiner Erstellung besonders viel Spaß und Freude bereitet hat.

P.S.: Für die Bilder, Videos und Panoramen danke ich meiner Nikon D7200 und meinem iPhone 14. Ihr habt einen guten Job erledigt.